28.06.2011

Hebamme bei Christine Seeger

Hey! Mein Name ist Michaela und ich bin fast 15 Jahre alt. Ich gehe in die 8. Klasse der Montessorischule Niederbarnim. An meinen Praxis-Lerntagen war ich einen Tag bei Frau Molkentin-Hoffmann, einer Tierärztin aus Berlin und bei Christine Seeger, einer Hebamme aus Bernau. Ich würde euch gerne mehr über meinen Tag bei Christine Seeger erzählen, da mir dieser am meisten Spaß gemacht hat. Als erstes möchte ich euch erzählen, dass ich die Hebamme schon seit 2 Jahren kenne und sie deswegen Christine und nicht Frau Seeger nenne. Und nun viel Spaß beim Lesen meines Praxistages und beim Anhören meines Interviews.

Mein Arbeitstag begann um 9:30 Uhr. Christine erklärte mir den Tagesablauf, und dann fuhren wir los, um den Raum für den Rückbildungskurs in einer Partnerpraxis vorzubereiten. Der Rückbildungskurs ist wichtig, weil die Gebärmutter bei der Schwangerschaft sich geweitet hat, damit das Baby genug Platz hatte. Nach der Geburt muss sich die Gebärmutter wieder zurückbilden. Dies wird im Kurs durch Sportübungen unterstützt. Wenn sich die Gebärmutter nicht richtig zurückbildet, kann es Probleme beim Urinieren geben. Wir haben Matten hingelegt, auf denen die Frauen ihre Übungen absolvierten. Ich habe echt Respekt vor ihnen, weil sie nach einer Geburt, die körperlich sehr anstrengend ist, so viel leisten können und noch so sportlich sind. Christine hat mir erklärt, dass eine Geburt so anstrengend für die Frauen ist, wie der Aufstieg auf den Himalaja. Außerdem habe ich einen speziellen Tee gekocht, weil Frauen, wenn sie stillen, viel Flüssigkeit brauchen, und weil der Tee das Wohlbefinden unterstützt. Alle Frauen brachten ihre Babys mit, die unterschiedlich alt, aber gleich süß sind. Während die Frauen ihre Übungen machten, durfte ich auf die Babys aufpassen und sie beruhigen, wenn sie zum Beispiel geschrien haben. Ich hatte mehrere auf dem Arm und konnte die weiche Babyhaut spüren. Ich musste geduldig mit den Babys sein und mich nicht beunruhigen lassen, wenn ich sie nicht beruhigen konnte. Dies fiel mir nicht sehr schwer, da ich schon viele Erfahrungen mit Babys sammeln konnte. Nach dem Kurs haben Christine und ich den Raum aufgeräumt und etwas gegessen.

Als letztes sind wir zusammen zu einer Frau gefahren, die vor wenigen Tagen ihr 2. Kind bekommen hat. Wir haben uns erzählen lassen, wie sich die Kleine verhält, ob es irgendwelche Probleme gibt und ob die Eltern Fragen haben. Christine beantwortete alle Fragen mit Engelsgeduld, was ich sehr schön fand. Dann wurden die Frau und ihr Baby untersucht. Dabei durfte ich beim Baby die Herztöne hören, was nicht so einfach war, da es nicht still lag und man die Bewegungen durch das Stethoskop hören konnte.

Als wir unser Tagewerk vollbracht hatten, fuhr Christine mich nach Hause. Mein Interview habe ich auch geführt und dabei viel erfahren, was ich gar nicht wusste. Zum Beispiel hätte ich nicht gedacht, dass die Ausbildung 4-5 Jahre dauert. Ich war so gegen 17 Uhr wieder Zuhause und hatte echt einen schönen Tag gehabt.

Ich rate allen, die Hebamme oder Geburtshelfer werden wollen, dass sie sich in Geduld üben, lernen auf unterschiedlichste Menschen einzugehen und für jede Art von Problemen offen zu sein, eine Lösung zu suchen und zu finden.

Und jetzt, viel Spaß bei meinem Interview!!!!!

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